Feb 1 2018

LinuxCafé 2018

Hallo liebe Freund*innen,

wir sind wieder da. Am Montag, 5.12. um 20 Uhr im Feldstern (Sternstraße 2, beim centro sociale). der Tisch mit dem vielen Rechnern 🙂


Sep 5 2016

Zurück aus der Sommerpause

Lange war es um uns ruhig, aber pünktlich mit der Wiedereröffnung des Feldsterns sind auch wir endlich wieder am Start. Heute und auch die nächsten ersten Montage eines jeden Monats um 20 Uhr im Feldstern, Sternstr. 2. Heute waren wir 5 Leute (Ja, revo, wir haben gezählt!)

Und auch heute haben wir wieder einen wilden Streifzug durch diverse Technik- und Gesellschaftspolitische Themen gehabt. Aber bevor wir in die heutige Diskussionen einsteigen ein kurzer Gruß in die weite Welt: hallo revo, hoffen dir geht es weiterhin gut, wir lesen auch, meiste eher unregelmäßig, eure Reiseberichte und wir vermissen dich! Und nicht nur, aber auch, als organisatorischen Mensch für Einladungen, Protokolle, Themen einbringen, aber vor allem beim mitdiskutieren. Eine schlechte Nachricht noch für dich, was schon fast eine Überleitung der besprochenen Themen ist: Das Sojaschnitzel gibt es nur noch mit Campignon-Rahm und nicht mehr mit Paprika, daher kommen wir zum ersten Punkt:

  • eröffnen eine online-Petition zur Wiederaufnahme des Sojaschnitzels mit Paprikasauce!

So, aber wir haben uns auch noch mit weniger wichtigen Themen als die Paprikafrage beschäftigt:

  • Vor- und Nachteile von cyanogenmod besprochen.
  • Privacy-freundliches Reisen mit Android-Devices und wie läuft das mit gpg auf phones.
  • Arbeitsbedingungen in IT-Unternehmen: Neuer Produktionsmethoden, welchen Widerstand gibt es da überhaupt, wo doch fast alle davon betroffen sind. Über die Schwierigkeiten Personalvertretungen zu organisieren. Über den Bus-Effekt.
  • Und über die Konferenz Ende September „BigData“ in Köln.


Feb 15 2016

Linux Café am 01.02.2016

Den Februar läutete das Linux-Café dieses Jahr mit insgesamt sieben Teilnehmern ein.

Das Treffen begann mit dem ersten Lightning Talk diesen Jahres bei unseren Treffen und befasste sich mit den Eigenschaften von UEFI. Anschließend folgten noch spannende Diskussionen zu den folgenden Themen:

  • Welche Herausforderungen und Möglichkeiten gibt es beim Eigenbau von Lichtinstallationen? Sei es bei der Kombination aus einem Arduino, mehreren LEDs und farbigen Plastikflaschen (Randnotiz: die meisten in Deutschland erhältlichen Energy-Drinks haben einen Koffeingehalt von 32mg/100ml), oder dem Nachzeichnen von Kanten eines physischen Objekts mit einem Projektor.
  • Es gab spannende Diskussionen und Erläuterungen zu den Auseinandersetzungen zwischen F-Droid, der Messaging-App „Signal“ und dem (vollständig) quelloffnenen Fork „Libre Signal“, mit Abwägung der Argumente beider Seiten
  • Befeuert von der vorangegangenen Diskussion wurden unterschiedliche Standpunkte bezüglich „Silent Upgrade“-Mechanismen unter Android, Debian und Windows gegenübergestellt. Im gleichen Themenkomplex sprachen wir darüber, wie die Gewährung von App-Rechten bezüglich Zeitpunkt, Häufigkeit, Anpassbarkeit und Einbettung in das übergreifende Framework aufgebaut sein sollte.
  • Für Erheiterung sorgte wieder einmal die Überlegung, welche Sicherheitslücken und damit verbundene Kuriositäten im Rahmen des „Internet of Things“ wohl noch auf sich warten lassen – vom Spam verschickenden Kühlschrank über Access Points in Bügeleisen bis hin zum Dash Button von Amazon, über welchen das Kleinkind einen Jahresvorrat Waschmittel bestellt.

Auch dieses Treffen war wieder einmal ein grandioser Abend, an dem wir viel Spaß hatten.

Das nächste Treffen wird am 07.03. im Feldstern stattfinden.


In eigener Sache möchte ich darauf hinweisen, dass das nächste Linux-Café aufgrund einer längeren Abwesenheit für eine geraume Zeit mein letztes sein wird. Ich würde mich also riesig freuen, dort möglichst viele ehemalige, aktuelle und zukünftige Linux-Café-Besucher zu treffen, um mich gebührend von euch verabschieden zu können.


Nov 9 2015

Linux Café am 02.11.2015

Auch im November darf selbstverständlich kein Treffen fehlen – somit trafen sich letzten Montag 5 Besucher zum monatlichen Linux Café.

Obwohl die Runde eher klein und das Treffen auch nicht so lang war wie sonst, war es einmal wieder ein schönes Zusammentreffen.

Da wir bemerkten, dass bis zum diesjährigen Chaos Communication Congress nur noch ein einziges weiteres Linux Café stattfinden wird, war natürlich die Vorbereitung auch dieses mal ein viel besprochenes Thema. Aber auch darüber hinaus fanden sich ein paar sehr spannende Gesprächspunkte:

  • Es wurde kurz die Idee erläutert, eine NFC-fähige App zu programmieren, um Kontaktdaten für Notfallkontakte abzuspeichern. Diskutiert wurden die Vor- und Nachteile einer solchen Lösung im Hinblick auf Portabilität und Datenschutz
  • Der aktuelle Hype um TV-Serien geht selbstverständlich auch an den Besuchern des Linux Café nicht vorbei. Kurzweilig unterhielten wir uns über die Serien „Mr. Robot“ und „Black Mirror„, die darin genutzte Art, Technologie und Gesellschaft darzustellen und den jeweiligen Wert an Unterhaltung und Denkimpulsen.
  • Im Anschluss kam eine recht skurrile Maker-Diskussion auf, die sich an folgender Frage entbrannte: Wie lässt sich ein Schuh reparieren, dessen Schuhsohle sich vom Rest ablöst? Auf sehr amüsante Weise wurden Vor- und Nachteile von Gaffa-Tape, Bauschaum (!!!) und Silikonfugenkleber erörtert. Im Endeffekt einigten wir uns darauf, dass es wohl am einfachsten wäre, schlicht in neue Schuhe zu investieren…
  • Auf der Suche nach einer Möglichkeit, Vorträge im Rahmen von Veranstaltungen (bzw. eigenen Sessions auf dem Kongress) zu organisieren, sprachen wir später über das System „Pentabarf„. Dieses wird wohl auch vom CCC für den Kongress genutzt, ist aber in Form von „frab“ („barf“ rückwärts) neu implementiert worden.
  • Da der Begriff „Pentabarf“ auf das Äquivalent der 10 Gebote beim Diskordianismus zurückgeht, sprachen wir gegen Ende unseres Treffens noch über die beiden Religionen des „Fliegenden Spaghettimonsters“ und des „Unsichtbaren Rosafarbenen Einhorns“ philosophiert. Zur Vollständigkeit sei darüber hinaus noch auf „Russells Teekanne“ verwiesen.

Wie sich an den oben gelisteten Themen mit Sicherheit erkennen lässt, war unser Treffen wieder einmal sehr lustig und sehr interessant.

Wer’s verpasst hat, wer da war, wer noch nie da war: Kommt zum nächsten Treffen! Wir sehen uns am 07.12.2015 um 20:00 Uhr im Café Feldstern!


Okt 12 2015

Linux Café am 05.10.2015

Letzten Montag fand unser diesjähriges Oktober-Treffen statt. Insgesamt sechs Personen sind dieses Mal aufgetaucht.

Geplaudert haben wir an diesem Abend wieder einmal über die unterschiedlichsten Themen. Hier aber einmal die Highlights des Abends:

  • Lang diskutiert wurde die Frage, inwiefern sich erwerbstätige Arbeit in der Software- und IT-Branche auch während längerer Auslandsaufenthalte erledigen lässt (vgl. auch Digitaler Nomade). Wir verglichen unterschiedliche Konzepte; vom Freelancer über den „Mechanical Turk“* bis hin zu anderen „Tagelöhner“-Perspektiven sprachen wir über Vor- und Nachteile.
    Leider gab es keine abschließende Weißheit, wie eine Person mit möglichst wenig Arbeitsstunden, ortsungebunden, zeitlich flexibel und mit viel Spaß eine möglichst hohe Bezahlung bekommen kann. Für jedwede Ideen sind wir jederzeit per Mail oder beim nächsten Treffen offen 😉
  • Nachdem uns aufgefallen war, dass bis zum diesjährigen Chaos Communication Congress nur noch zwei Linux Cafés stattfinden werden, begannen wir bereits mit den ersten Vorüberlegungen. Neben einzelnen Vortrags- und Programmvorschlägen überlegten wir bereits erste Strategien sowohl zur Musik- als auch zur Nahrungsversorgung. Ebenso erste logistische Überlegungen wurden angestellt.
  • Es kam der Wunsch nach einem Yubikey-Workshop auf. Falls sich innerhalb oder außerhalb des Linux Café jemand berufen fühlen sollte, einmal einen Lightning Talk oder vielleicht sogar einen Hands-On-Workshop vorzubereiten, würden sich einige Anwesende riesig freuen. Über das eine oder andere Freigetränk ließe sich selbstverständlich verhandeln…

Unser nächstes Treffen wird am Montag, den 02.11.2015 stattfinden. Zur üblichen Zeit, am üblichen Ort.

Wir würden uns riesig freuen, wieder ein paar neue und bekannte Besucher zu treffen!


* Die verfassende Person ist sich über die politische Dimension dieses Begriffs durchaus bewusst. Er wird an dieser Stelle ausschließlich verwendet, da es zugleich der Name der diskutierten Plattform ist. Die verfassende Person distanziert sich ausdrücklich sowohl vom Begriff selbst, als auch vom dahinter liegenden Konzept.
An dieser Stelle sei noch einmal auf ein Kapitel der Disconnect! verwiesen, in der diese Plattform ebenfalls thematisiert und kritisiert wird.


Sep 18 2015

Linux Café am 07.09.2015

Letzte Woche Montag war es wieder soweit: das Linux-Café fand wie gewohnt am ersten Montag des Monats im Café Feldstern statt.
Diesen Monat kamen endlich mal wieder ein paar mehr Besucher vorbei: wir waren geschlagene 9 Personen vor Ort!

Für eine Person, die das erste Mal dabei war, sollte der Abend ursprünglich mit einer abgeschlossenen Debian-Installation enden. Doch leider verhinderten fehlkonfigurierte Netzwerktreiber (?) einen endgültigen Erfolg.

Nichtsdestotrotz hatte auch dieser Abend neben der einen oder anderen Camp-Erinnerung noch sehr interessante und ausgiebige Diskussionen zu bieten.

An einem ursprünglich scherzhaft gemeinten Kommentar („Wann hast du das letzte Mal nachgeschaut, ob du wirklich ein Mensch bist?“) entbrannte eine hochgradig vielseitige Debatte über Cyborgs („cybernetic organisms“) hinsichtlich mehrerer Aspekte:

  • Wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen einem „normalen Menschen“ und einem „Cyborg“? Fängt dies bereits bei technischen Hilfsmitteln (wie zum Beispiel Prothesen oder Herzschrittmachern) an, oder bedarf es „richtigen“ Implantaten, die (so wie bereits in Forschung) körperliche oder geistige Kapazitäten erhöhen sollen?
  • Können, müssen, dürfen oder sollen (oder eben auch nicht) „Menschen“ und „Cyborgs“ bezüglich ihrer vermeintlichen Vorteile in Bezug auf körperliche oder geistige Aktivitäten miteinander verglichen werden (vgl. auch dieses Thema)? Wie könnte sich dies in Zukunft gesellschaftlich auswirken (Szenario: Personen mit Implantaten erzielten bessere Schulabschlüsse und hätten bessere Job-Aussichten; wer es sich leisten könnte, würde dem eigenen Kind folglich Implantate ermöglichen)?
  • Inwiefern unterscheidet sich diese Diskussion von der aktuellen Realität, in der sich manche Schüler, Studenten oder Arbeitnehmer mithilfe von verschiedenen Stoffen (bspw. in Form von Koffein, Ritalin oder Amphetaminen) im Rahmen einer wie auch immer gearteten „Vergleichbarkeit“ als möglichst „effizient“ darzustellen versuchen?
  • Welche Rolle spielen unsere Smartphones (z.B. im Hinblick von telefonischer Erreichbarkeit oder der Möglichkeit, von unterwegs noch einmal die Mails checken zu können) eine Rolle als technisch/digitale Erweiterung unseres Körpers in diesem Konflikt? Gerade auch der Zusammenhang zwischen dem „Quantified Self“ und dem „Socialized Self“ könnte in einer weiteren Diskussion weitere Einsichten zutage bringen.

Ein weiteres, grundlegendes Thema, über das an diesem Abend sehr viel gesprochen wurde, war die Frage, was das Linux-Café eigentlich ist und was es ausmacht.
Ist es ein Stammtisch? Ist es eine Linux-(Selbst-)Hilfegruppe? Ist es ein Treffen von Gleichgesinnten?
Die für mich persönlich treffendste Antwort lautete: „Das Linux-Café ist genau das, wozu es die Anwesenden machen“.
Dies klingt vielleicht im ersten Augenblick recht profan, offenbart bei längerer Überlegung aber einen grundlegenden Aspekt unserer Treffen: Unsere Gespräche leben von der fortwährenden Diskussion unterschiedlichster Themen anhand von unterschiedlichsten Meinungen-
Sei es, weil eine anwesende Person eine Frage gestellt hat.
Sei es, weil durch einen Lightning Talk ein Denkimpuls erzeugt wurde.
Sei es, weil einer Meinung widersprochen wurde.
Das Linux-Café ist (und bleibt hoffentlich) ein Ort des Austauschs.

Und je mehr Leute zusammenkommen, desto mehr Meinungen und folglich desto mehr Austausch wird es geben.

In diesem Sinne freue ich mich bereits darauf, möglichst viele Besucher am Montag, den 05.10.2015 um 20:00 Uhr im Feldstern zum nächsten Linux-Café zu treffen!


Aug 22 2015

Linux Café am 03.08.2015

Wieder ist ein Monat rum, wieder gab es (erwartungsgemäß) einen ersten Montag im Monat, wieder hat sich das Linux Café im Feldstern getroffen und bei Bier, Wein und Apfelsaftschorle einen herrlichen Sommerabend lang diskutiert, gelacht und das Wetter genossen.
Gestern waren wir, wie auch im Juli, leider wieder nur zu sechst. Dennoch war auch dieses Treffen erneut sehr gelungen.
Neben letzten Vorbereitungen, Überlegungen und logistischen Planungen für das Chaos Communication Camp am nächsten Wochenende gab es weitere sehr interessante und spannende Gesprächsthemen:

  • Es gab endlich mal wieder einen Lightning Talk! Vorgestellt wurde upgitter, ein BASH-Script, welches durch eine Watch List und eine Ignore List dabei helfen kann, den Überblick über eine größere Menge an lokalen Git-Repositories sowie deren potentielle Updates zu behalten. Die „Folien“ für den gestrigen Lightning Talk finden sich hier. Pull Requests sind immer herzlich willkommen!
  • Ein eher ungewöhnliches Thema kam durch die Frage nach „besonderen“ Party-Gadgets auf. Durch Riboflavin (E101) oder Chinin (wie in Tonic Water) können Getränke unter UV-Licht leuchten (fluoreszieren). Aesculin (in Rosskastanienrinde), welches auch fluoresziert, ist dabei zwar weniger als Zusatzstoff für Nahrungsmittel zu empfehlen, könnte hingegen in Verbindung mit Wasserraketen (wird es auch auf dem Camp geben!) wiederum einen lustigen Effekt bewirken. Es wollte schlichtweg niemandem ein auch nur ansatzweise sinnvoller Anwendungsfall für eine solche Kombination einfallen…
  • Sehr spannend war ebenso ein Gespräch über das Projekt von Pierre Vandevenne, dessen Tochter an Diabetes Typ 1 erkrankt ist. Pierre tüftelt seit einer ganzen Weile an einer privaten Alternative zu den bisher kommerziell erhältlichen Glokose-Messsystemen, deren Funktionsweise und Herstellerunternehmen er aufgrund unterschiedlicher Aspekte kritisiert, um seiner Tochter das Tennisspielen trotz ihrer Krankheit weiterhin zu ermöglichen. Mit etwas Glück könnte es sogar einen Workshop von ihm auf dem Camp geben; genaueres ist bisher jedoch noch nicht bekannt.
  • Selbst verständlich war auch das Thema #Landesverrat bei uns präsent. Leider konnte sich aufgrund einer gewissen Meinungshegemonie diesbezüglich keine inhaltliche Diskussion entfachen. Dennoch waren die Hintergründe der Anzeige ein wunderbarer Nährboden für weitere Spekulationen.

Auch dieses Treffen war wieder einmal ein rund herum schöner Abend.

Ich freue mich bereits auf unser nächstes Treffen am 07.09.2015. Denkbar wäre vielleicht eine kleine Foto-Show über das Camp…

Gäste sind wie immer herzlich willkommen!

 


Jul 7 2015

Linux Café am 06.07.2015

Gestern war mal wieder der erste Montag im Monat und somit mal wieder ein Linux Café.

Wir haben uns im Café Feldstern getroffen, über den Abend verteilt trafen dieses Mal insgesamt leider nur 5 Besucher ein.

Neben gruppeninternen Diskussionen (natürlich war auch wieder einmal die Raumsuche ein Thema) kursierten unsere Gespräche um folgende Themen:

  • „Hacking Team“ (ein Malware-/“Lawfull Interception Software“-Unternehmen mit Sitz in Italien) wurde gehackt. Neben der allgemeinen Schadenfreude sorgten auch die veröffentlichten Passwort-Listen für gute Laune unter den Anwesenden. Nichts desto trotz ist dies nach dem Hack auf FinFisher vor wenigen Monaten ein weiteres wichtiges Ereignis um ein wenig Licht in diese Branche zu werfen, da aus den veröffentlichten Kundendaten wieder einmal hervorgeht, welche Geschäftsmoral diese Unternehmen an den Tag legen und welche (politischen) Auswirkungen diesen Technologien innewohnen kann. Vielleicht wäre für unser nächstes Treffen mal eine Diskussion über den allgemeinen Umgang mit „Digitalen Angriffswaffen“ interessant. Am gestrigen Abend war dieses Thema kein Diskussionsbestandteil
  • Nicht ganz unbeeinflusst vom vorherigen Punkt entstand im weiteren Gesprächsverlauf auch eine kurze, erneute Diskussion, ob eine Modifikation der GPL-Texte hinsichtlich eines Ausschlusses von militärischer/geheimdienstlicher Nutzung zum einen wünschenswert, zum anderen auf Basis der GPL-Texte überhaupt möglich wäre. Interessant waren hierbei die Vorbehalte, dass zum einen eine solche Klausel nicht unproblematisch formulierbar wäre (beispielsweise anhand der Frage „Was ist militärische/geheimdienstliche Nutzung?“) und zum anderen weitere Ausschlüsse bis hin zu diskriminierenden Lizenzen davon nicht klar differenzierbar sein könnten. Diskutiert wurde zudem, ob die GPL-Texte, die selbst unter Copyright stehen, als Basis für Lizenzen unter anderem Namen genutzt werden dürfen (siehe auch hier).
  • Ein sehr erfreuliches Ereignis steht dem Linux Café und vielen weiteren Technik-Enthusiasten diesen Sommer noch bevor: Das Chaos Communication Camp! Selbstverständlich war auch das Camp ein wichtiges Thema vom gestrigen Abend. Es wurden die ersten Pläne zu An- und Abreise geschmiedet und überlegt, welche Hardware noch benötigt wird (wer Beleuchtung, Switches, Mehrfachsteckdosen, Verlängerungskabel,… spenden möchte, kann sich gern an unsere Mailing-Liste wenden). Wenn auch nicht alle, so werden doch viele Stammbesucher des Linux Café auf dem Chaos Communication Camp anzutreffen sein.

Darüber hinaus lagen gestern auch noch Exemplare des Hefts „Disconnect!“ aus, in denen anhand von unterschiedlichen Essays auf die soziokulturellen, -ökonomischen und -politischen Auswirkungen von Technologie eingegangen wird. Vor diesem Hintergrund sei an dieser Stelle noch auf die dazugehörige Buchvorstellung am 17.07.2015 in der Hafenvokü hingewiesen.

Alles in allem war das gestrige Linux Café wieder einmal ein gelungener Abend. Ich freue mich bereits auf unser nächstes Treffen am 03.08.2015, wieder um 20:00 Uhr im Café Feldstern. Neue Besucher sind natürlich stets willkommen!