Sep 5 2016

Zurück aus der Sommerpause

Lange war es um uns ruhig, aber pünktlich mit der Wiedereröffnung des Feldsterns sind auch wir endlich wieder am Start. Heute und auch die nächsten ersten Montage eines jeden Monats um 20 Uhr im Feldstern, Sternstr. 2. Heute waren wir 5 Leute (Ja, revo, wir haben gezählt!)

Und auch heute haben wir wieder einen wilden Streifzug durch diverse Technik- und Gesellschaftspolitische Themen gehabt. Aber bevor wir in die heutige Diskussionen einsteigen ein kurzer Gruß in die weite Welt: hallo revo, hoffen dir geht es weiterhin gut, wir lesen auch, meiste eher unregelmäßig, eure Reiseberichte und wir vermissen dich! Und nicht nur, aber auch, als organisatorischen Mensch für Einladungen, Protokolle, Themen einbringen, aber vor allem beim mitdiskutieren. Eine schlechte Nachricht noch für dich, was schon fast eine Überleitung der besprochenen Themen ist: Das Sojaschnitzel gibt es nur noch mit Campignon-Rahm und nicht mehr mit Paprika, daher kommen wir zum ersten Punkt:

  • eröffnen eine online-Petition zur Wiederaufnahme des Sojaschnitzels mit Paprikasauce!

So, aber wir haben uns auch noch mit weniger wichtigen Themen als die Paprikafrage beschäftigt:

  • Vor- und Nachteile von cyanogenmod besprochen.
  • Privacy-freundliches Reisen mit Android-Devices und wie läuft das mit gpg auf phones.
  • Arbeitsbedingungen in IT-Unternehmen: Neuer Produktionsmethoden, welchen Widerstand gibt es da überhaupt, wo doch fast alle davon betroffen sind. Über die Schwierigkeiten Personalvertretungen zu organisieren. Über den Bus-Effekt.
  • Und über die Konferenz Ende September „BigData“ in Köln.


Jul 15 2016

Sommerpause

Mangels Raeumlichkeiten fand in den letzten zwei Monaten kein Linuxcafe statt und auch im August wird es kein Cafe geben. Wir  hoffen, dass wir uns ab September wieder regelmaessig im Feldstern treffen koennen. Wir werden Euch hier darueber informieren!


Feb 15 2016

Linux Café am 01.02.2016

Den Februar läutete das Linux-Café dieses Jahr mit insgesamt sieben Teilnehmern ein.

Das Treffen begann mit dem ersten Lightning Talk diesen Jahres bei unseren Treffen und befasste sich mit den Eigenschaften von UEFI. Anschließend folgten noch spannende Diskussionen zu den folgenden Themen:

  • Welche Herausforderungen und Möglichkeiten gibt es beim Eigenbau von Lichtinstallationen? Sei es bei der Kombination aus einem Arduino, mehreren LEDs und farbigen Plastikflaschen (Randnotiz: die meisten in Deutschland erhältlichen Energy-Drinks haben einen Koffeingehalt von 32mg/100ml), oder dem Nachzeichnen von Kanten eines physischen Objekts mit einem Projektor.
  • Es gab spannende Diskussionen und Erläuterungen zu den Auseinandersetzungen zwischen F-Droid, der Messaging-App „Signal“ und dem (vollständig) quelloffnenen Fork „Libre Signal“, mit Abwägung der Argumente beider Seiten
  • Befeuert von der vorangegangenen Diskussion wurden unterschiedliche Standpunkte bezüglich „Silent Upgrade“-Mechanismen unter Android, Debian und Windows gegenübergestellt. Im gleichen Themenkomplex sprachen wir darüber, wie die Gewährung von App-Rechten bezüglich Zeitpunkt, Häufigkeit, Anpassbarkeit und Einbettung in das übergreifende Framework aufgebaut sein sollte.
  • Für Erheiterung sorgte wieder einmal die Überlegung, welche Sicherheitslücken und damit verbundene Kuriositäten im Rahmen des „Internet of Things“ wohl noch auf sich warten lassen – vom Spam verschickenden Kühlschrank über Access Points in Bügeleisen bis hin zum Dash Button von Amazon, über welchen das Kleinkind einen Jahresvorrat Waschmittel bestellt.

Auch dieses Treffen war wieder einmal ein grandioser Abend, an dem wir viel Spaß hatten.

Das nächste Treffen wird am 07.03. im Feldstern stattfinden.


In eigener Sache möchte ich darauf hinweisen, dass das nächste Linux-Café aufgrund einer längeren Abwesenheit für eine geraume Zeit mein letztes sein wird. Ich würde mich also riesig freuen, dort möglichst viele ehemalige, aktuelle und zukünftige Linux-Café-Besucher zu treffen, um mich gebührend von euch verabschieden zu können.


Jan 13 2016

Linux Café am 04.01.2016

Allen Besuchern ein frohes und vor allem gesundes neues Jahr 2016!

Wie könnte die XC3-freie Zeit besser eingeläutet werden, als mit einem Linux Café?
Selbiges dachten sich letzte Woche Montag insgesamt 8 Personen, die sich zum ersten Treffen diesen Jahres zusammen gefunden haben.

Klar, selbstverständlich hat das Review des 32C3 einen großen thematischen Anteil gehabt. Neben unterschiedlich gefärbten Rückblicken gab es einige Vortragsempfehlungen:

Doch nicht nur der Kongress selbst war Thema. Über folgende Dinge wurde auch noch gesprochen:

  • Sicherheitsaspekte von WLANs – welchen Vorteil bringen verschlüsselte WLANs, welche Vorteile bringen Zertifikate für Zugriffe auf die Access Points, welche Nachteile haben unverschlüsselte Verbindungen und wie können diese behoben werden (z.B. Zugriffe von Clients aufeinander) – und vor allem: kann der Klingelton eines Handys, welches in ein unverschlüsseltes WLAN eingeloggt ist, über das Netzwerk manipuliert werden?
  • Wie sicher kann Hardware überhaupt sein? Kann eine Manipulation (noch nicht einmal zwingend ab Werk oder durch Abfangen der Lieferung auf dem Transportweg) überhaupt „einfach“ erkannt werden? Wenn ja: wie wahrscheinlich ist dies überhaupt? Und welche Vorteile können wir bei kompromitierter Hardware von sicherer Software noch erwarten? Wie sähe ein absolut sicheres System aus (und kann eine Hausdurchsuchung ein Überbrücken des Air Gaps bedeuten)?
  • Ian Murdock, der Gründer von Debian, ist tot. Die Umstände sind noch ein wenig obskur, vor allem durch seine Twitter-Nachrichten. In diesen beschreibt er die Polizeigewalt, der er zwischenzeitlich ausgesetzt war und auch seinen eigenen Todeswunsch. Aufgrund der dünnen Faktenlage wurde dieses Thema allerdings nur sehr kurz besprochen.

Zu guter Letzt gab es noch Diskussionen über das 32C3-Motto „Gated Communities“, was das Motto bedeutet hat, bedeutet haben könnte und welches Motto für den nächsten Kongress passen würde.
Als Vorschläge für das Motto des 33C3 wurden dabei ‚Rich, white men‘ und ‚Cyber ist das neue echt‘ genannt. Lassen wir uns mal überraschen!

Ebenso dürfen wir gespannt sein, welche Themen beim nächsten Treffen am 01.02.2016 auf uns zukommen werden. Kommt vorbei und bringt euch ein!


Dez 29 2015

32C3 – Gated Communities

Das Linux Café sendet viele liebe Grüße vom 32C3!

Das diesjährige Thema ist „Gated Communities“ und wie wir die entsprechenden Tore aufbrechen können (unabhängig davon, ob die Isolation von innen oder von außen geschieht).

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir dieses Thema bei unserem nächsten Treffen aufgreifen und vertiefen könnten.

Bis dahin wünsche ich allen Kongressbesuchern noch viel Spaß und drücke allen, die nicht hier sein können, die Daumen, dass die Streams stabil sind 🙂


Dez 20 2015

Linux Café am 07.12.2015

Nur noch ein paar Tage bis zum Chaos Communication Congress! Dies war natürlich auch das Hauptthema unseres Dezember-Treffens. Vieles muss(te) noch organisiert werden, viele Spekulationen bahnen sich ihren Weg.

Doch auch über die Vorfreude hinaus gab es einige Punkte, die die insgesamt 10 Besucher des Treffens in interessante Diskussionen verwickelten:

  • Wir hatten bei unserem Treffen das erste mal Besuch von Flüchtlingen! Die beiden wurden von uns selbstverständlich herzlich willkommen geheißen. Wir würden uns natürlich riesig freuen, sie beim nächsten Treffen und/oder auf dem Congress wiederzutreffen. Womöglich wäre es auch eine sinnvolle Überlegung, den Blog zukünftig auf englisch weiterzuführen…
  • Da das Congress-Wiki auf Mediawiki läuft und wir die darin gespeicherten Daten gern auch für Darstellungen nutzen wollen, fanden vereinzelte Experimente und Überlegungen zur Semantischen Suche statt. Während des Treffens ließen sich keine Erfolge erzielen; mittlerweile ist ein Export der gewünschen Daten jedoch möglich.
  • Parallel wurde eine Diskussion über die Bedeutung, den Mehrwert und die Notwendigkeit von CoCs (Code of Condut) geführt. Die verfassende Person hat die Diskussion jedoch inhaltlich nicht verfolgt und würde sich selbst über Ergänzungen freuen.
  • Ein weiteres Thema waren die unzähligen sexistischen Verfehlungen in Fefes Blog. Es gab verschiedene Analysen, Theorien und Überlegungen zu seiner Reflexionsfähigkeit und den daraus zu ziehenden Konsequenzen.
  • Auch am Linux Café ging der Anschlag in Paris nicht vorbei. Wir beschäftigten uns auch mit der Frage, welche Konsequenzen dies für die französische, deutsche und europäische Sicherheitspolitik bedeuten könnte. So wurde unter anderem von französischen Politikern erneut die Abschaffung der Verschlüsselung gefordert, obwohl die Attentäter über unverschlüsselte SMS kommunizierten.

Auch im Dezember hatten wir also wieder sehr spannende Gespräche und wichtige Diskussionen bei unserem Treffen. Solltet ihr Interesse an solchen Themen haben oder einfach neugierig sein, seid ihr jederzeit herzlich eingeladen, unsere nächsten Treffen zu besuchen! Wir freuen uns immer über neue Gesichter und alte Bekannte!

Wir sehen uns auf dem Congress oder beim nächsten Treffen!


Nov 9 2015

Linux Café am 02.11.2015

Auch im November darf selbstverständlich kein Treffen fehlen – somit trafen sich letzten Montag 5 Besucher zum monatlichen Linux Café.

Obwohl die Runde eher klein und das Treffen auch nicht so lang war wie sonst, war es einmal wieder ein schönes Zusammentreffen.

Da wir bemerkten, dass bis zum diesjährigen Chaos Communication Congress nur noch ein einziges weiteres Linux Café stattfinden wird, war natürlich die Vorbereitung auch dieses mal ein viel besprochenes Thema. Aber auch darüber hinaus fanden sich ein paar sehr spannende Gesprächspunkte:

  • Es wurde kurz die Idee erläutert, eine NFC-fähige App zu programmieren, um Kontaktdaten für Notfallkontakte abzuspeichern. Diskutiert wurden die Vor- und Nachteile einer solchen Lösung im Hinblick auf Portabilität und Datenschutz
  • Der aktuelle Hype um TV-Serien geht selbstverständlich auch an den Besuchern des Linux Café nicht vorbei. Kurzweilig unterhielten wir uns über die Serien „Mr. Robot“ und „Black Mirror„, die darin genutzte Art, Technologie und Gesellschaft darzustellen und den jeweiligen Wert an Unterhaltung und Denkimpulsen.
  • Im Anschluss kam eine recht skurrile Maker-Diskussion auf, die sich an folgender Frage entbrannte: Wie lässt sich ein Schuh reparieren, dessen Schuhsohle sich vom Rest ablöst? Auf sehr amüsante Weise wurden Vor- und Nachteile von Gaffa-Tape, Bauschaum (!!!) und Silikonfugenkleber erörtert. Im Endeffekt einigten wir uns darauf, dass es wohl am einfachsten wäre, schlicht in neue Schuhe zu investieren…
  • Auf der Suche nach einer Möglichkeit, Vorträge im Rahmen von Veranstaltungen (bzw. eigenen Sessions auf dem Kongress) zu organisieren, sprachen wir später über das System „Pentabarf„. Dieses wird wohl auch vom CCC für den Kongress genutzt, ist aber in Form von „frab“ („barf“ rückwärts) neu implementiert worden.
  • Da der Begriff „Pentabarf“ auf das Äquivalent der 10 Gebote beim Diskordianismus zurückgeht, sprachen wir gegen Ende unseres Treffens noch über die beiden Religionen des „Fliegenden Spaghettimonsters“ und des „Unsichtbaren Rosafarbenen Einhorns“ philosophiert. Zur Vollständigkeit sei darüber hinaus noch auf „Russells Teekanne“ verwiesen.

Wie sich an den oben gelisteten Themen mit Sicherheit erkennen lässt, war unser Treffen wieder einmal sehr lustig und sehr interessant.

Wer’s verpasst hat, wer da war, wer noch nie da war: Kommt zum nächsten Treffen! Wir sehen uns am 07.12.2015 um 20:00 Uhr im Café Feldstern!


Okt 12 2015

Linux Café am 05.10.2015

Letzten Montag fand unser diesjähriges Oktober-Treffen statt. Insgesamt sechs Personen sind dieses Mal aufgetaucht.

Geplaudert haben wir an diesem Abend wieder einmal über die unterschiedlichsten Themen. Hier aber einmal die Highlights des Abends:

  • Lang diskutiert wurde die Frage, inwiefern sich erwerbstätige Arbeit in der Software- und IT-Branche auch während längerer Auslandsaufenthalte erledigen lässt (vgl. auch Digitaler Nomade). Wir verglichen unterschiedliche Konzepte; vom Freelancer über den „Mechanical Turk“* bis hin zu anderen „Tagelöhner“-Perspektiven sprachen wir über Vor- und Nachteile.
    Leider gab es keine abschließende Weißheit, wie eine Person mit möglichst wenig Arbeitsstunden, ortsungebunden, zeitlich flexibel und mit viel Spaß eine möglichst hohe Bezahlung bekommen kann. Für jedwede Ideen sind wir jederzeit per Mail oder beim nächsten Treffen offen 😉
  • Nachdem uns aufgefallen war, dass bis zum diesjährigen Chaos Communication Congress nur noch zwei Linux Cafés stattfinden werden, begannen wir bereits mit den ersten Vorüberlegungen. Neben einzelnen Vortrags- und Programmvorschlägen überlegten wir bereits erste Strategien sowohl zur Musik- als auch zur Nahrungsversorgung. Ebenso erste logistische Überlegungen wurden angestellt.
  • Es kam der Wunsch nach einem Yubikey-Workshop auf. Falls sich innerhalb oder außerhalb des Linux Café jemand berufen fühlen sollte, einmal einen Lightning Talk oder vielleicht sogar einen Hands-On-Workshop vorzubereiten, würden sich einige Anwesende riesig freuen. Über das eine oder andere Freigetränk ließe sich selbstverständlich verhandeln…

Unser nächstes Treffen wird am Montag, den 02.11.2015 stattfinden. Zur üblichen Zeit, am üblichen Ort.

Wir würden uns riesig freuen, wieder ein paar neue und bekannte Besucher zu treffen!


* Die verfassende Person ist sich über die politische Dimension dieses Begriffs durchaus bewusst. Er wird an dieser Stelle ausschließlich verwendet, da es zugleich der Name der diskutierten Plattform ist. Die verfassende Person distanziert sich ausdrücklich sowohl vom Begriff selbst, als auch vom dahinter liegenden Konzept.
An dieser Stelle sei noch einmal auf ein Kapitel der Disconnect! verwiesen, in der diese Plattform ebenfalls thematisiert und kritisiert wird.


Sep 18 2015

Linux Café am 07.09.2015

Letzte Woche Montag war es wieder soweit: das Linux-Café fand wie gewohnt am ersten Montag des Monats im Café Feldstern statt.
Diesen Monat kamen endlich mal wieder ein paar mehr Besucher vorbei: wir waren geschlagene 9 Personen vor Ort!

Für eine Person, die das erste Mal dabei war, sollte der Abend ursprünglich mit einer abgeschlossenen Debian-Installation enden. Doch leider verhinderten fehlkonfigurierte Netzwerktreiber (?) einen endgültigen Erfolg.

Nichtsdestotrotz hatte auch dieser Abend neben der einen oder anderen Camp-Erinnerung noch sehr interessante und ausgiebige Diskussionen zu bieten.

An einem ursprünglich scherzhaft gemeinten Kommentar („Wann hast du das letzte Mal nachgeschaut, ob du wirklich ein Mensch bist?“) entbrannte eine hochgradig vielseitige Debatte über Cyborgs („cybernetic organisms“) hinsichtlich mehrerer Aspekte:

  • Wo verläuft eigentlich die Grenze zwischen einem „normalen Menschen“ und einem „Cyborg“? Fängt dies bereits bei technischen Hilfsmitteln (wie zum Beispiel Prothesen oder Herzschrittmachern) an, oder bedarf es „richtigen“ Implantaten, die (so wie bereits in Forschung) körperliche oder geistige Kapazitäten erhöhen sollen?
  • Können, müssen, dürfen oder sollen (oder eben auch nicht) „Menschen“ und „Cyborgs“ bezüglich ihrer vermeintlichen Vorteile in Bezug auf körperliche oder geistige Aktivitäten miteinander verglichen werden (vgl. auch dieses Thema)? Wie könnte sich dies in Zukunft gesellschaftlich auswirken (Szenario: Personen mit Implantaten erzielten bessere Schulabschlüsse und hätten bessere Job-Aussichten; wer es sich leisten könnte, würde dem eigenen Kind folglich Implantate ermöglichen)?
  • Inwiefern unterscheidet sich diese Diskussion von der aktuellen Realität, in der sich manche Schüler, Studenten oder Arbeitnehmer mithilfe von verschiedenen Stoffen (bspw. in Form von Koffein, Ritalin oder Amphetaminen) im Rahmen einer wie auch immer gearteten „Vergleichbarkeit“ als möglichst „effizient“ darzustellen versuchen?
  • Welche Rolle spielen unsere Smartphones (z.B. im Hinblick von telefonischer Erreichbarkeit oder der Möglichkeit, von unterwegs noch einmal die Mails checken zu können) eine Rolle als technisch/digitale Erweiterung unseres Körpers in diesem Konflikt? Gerade auch der Zusammenhang zwischen dem „Quantified Self“ und dem „Socialized Self“ könnte in einer weiteren Diskussion weitere Einsichten zutage bringen.

Ein weiteres, grundlegendes Thema, über das an diesem Abend sehr viel gesprochen wurde, war die Frage, was das Linux-Café eigentlich ist und was es ausmacht.
Ist es ein Stammtisch? Ist es eine Linux-(Selbst-)Hilfegruppe? Ist es ein Treffen von Gleichgesinnten?
Die für mich persönlich treffendste Antwort lautete: „Das Linux-Café ist genau das, wozu es die Anwesenden machen“.
Dies klingt vielleicht im ersten Augenblick recht profan, offenbart bei längerer Überlegung aber einen grundlegenden Aspekt unserer Treffen: Unsere Gespräche leben von der fortwährenden Diskussion unterschiedlichster Themen anhand von unterschiedlichsten Meinungen-
Sei es, weil eine anwesende Person eine Frage gestellt hat.
Sei es, weil durch einen Lightning Talk ein Denkimpuls erzeugt wurde.
Sei es, weil einer Meinung widersprochen wurde.
Das Linux-Café ist (und bleibt hoffentlich) ein Ort des Austauschs.

Und je mehr Leute zusammenkommen, desto mehr Meinungen und folglich desto mehr Austausch wird es geben.

In diesem Sinne freue ich mich bereits darauf, möglichst viele Besucher am Montag, den 05.10.2015 um 20:00 Uhr im Feldstern zum nächsten Linux-Café zu treffen!


Aug 22 2015

Linux Café am 03.08.2015

Wieder ist ein Monat rum, wieder gab es (erwartungsgemäß) einen ersten Montag im Monat, wieder hat sich das Linux Café im Feldstern getroffen und bei Bier, Wein und Apfelsaftschorle einen herrlichen Sommerabend lang diskutiert, gelacht und das Wetter genossen.
Gestern waren wir, wie auch im Juli, leider wieder nur zu sechst. Dennoch war auch dieses Treffen erneut sehr gelungen.
Neben letzten Vorbereitungen, Überlegungen und logistischen Planungen für das Chaos Communication Camp am nächsten Wochenende gab es weitere sehr interessante und spannende Gesprächsthemen:

  • Es gab endlich mal wieder einen Lightning Talk! Vorgestellt wurde upgitter, ein BASH-Script, welches durch eine Watch List und eine Ignore List dabei helfen kann, den Überblick über eine größere Menge an lokalen Git-Repositories sowie deren potentielle Updates zu behalten. Die „Folien“ für den gestrigen Lightning Talk finden sich hier. Pull Requests sind immer herzlich willkommen!
  • Ein eher ungewöhnliches Thema kam durch die Frage nach „besonderen“ Party-Gadgets auf. Durch Riboflavin (E101) oder Chinin (wie in Tonic Water) können Getränke unter UV-Licht leuchten (fluoreszieren). Aesculin (in Rosskastanienrinde), welches auch fluoresziert, ist dabei zwar weniger als Zusatzstoff für Nahrungsmittel zu empfehlen, könnte hingegen in Verbindung mit Wasserraketen (wird es auch auf dem Camp geben!) wiederum einen lustigen Effekt bewirken. Es wollte schlichtweg niemandem ein auch nur ansatzweise sinnvoller Anwendungsfall für eine solche Kombination einfallen…
  • Sehr spannend war ebenso ein Gespräch über das Projekt von Pierre Vandevenne, dessen Tochter an Diabetes Typ 1 erkrankt ist. Pierre tüftelt seit einer ganzen Weile an einer privaten Alternative zu den bisher kommerziell erhältlichen Glokose-Messsystemen, deren Funktionsweise und Herstellerunternehmen er aufgrund unterschiedlicher Aspekte kritisiert, um seiner Tochter das Tennisspielen trotz ihrer Krankheit weiterhin zu ermöglichen. Mit etwas Glück könnte es sogar einen Workshop von ihm auf dem Camp geben; genaueres ist bisher jedoch noch nicht bekannt.
  • Selbst verständlich war auch das Thema #Landesverrat bei uns präsent. Leider konnte sich aufgrund einer gewissen Meinungshegemonie diesbezüglich keine inhaltliche Diskussion entfachen. Dennoch waren die Hintergründe der Anzeige ein wunderbarer Nährboden für weitere Spekulationen.

Auch dieses Treffen war wieder einmal ein rund herum schöner Abend.

Ich freue mich bereits auf unser nächstes Treffen am 07.09.2015. Denkbar wäre vielleicht eine kleine Foto-Show über das Camp…

Gäste sind wie immer herzlich willkommen!